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1807 Kommentare
Letzter Eintrag: 09.03.2010
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1.6.7
Wollschaf
Inzwischen gibt es ja Stricknadeln aus allen möglichen Materialien: aus Kunststoff, Bambus, Edelhölzern oder Metall. Wie müssen die Nadeln beschaffen sein, die Ihr bevorzugt und welche Erfahrungen habt Ihr mit den verschiedenen Materialien gemacht? (Wollschaf)
Ich stricke nahezu ausschließlich mit Knitpicks/Knitpro-Nadeln, seit ich mit der Austermann Black Box ihrer habhaft wurde. Ich habe Holz- und Metallspitzen. Ich mag Nadeln besonders gern spitz. Bei Sockenstricknadeln bevorzuge ich auch eindeutig Metall.
Beim Lesen der Blogs fällt auf, dass sich einige Stricker/-innen spezialisiert haben. Manche stricken ein Tuch nach dem anderen, einige überwiegend Socken, etliche beschränken sich auf Accessoires wie Schals, Mützen, Handschuhe, Taschen, Handytäschchen. Es gibt einige wenige, die ausschließlich Bekleidungsstücke wie Pullover, Jacken, Westen etc. nadeln. Und die Gruppe der Allrounder, die sich in allen genannten Bereichen austoben. Zu wem gehörst du: zu den Spezialisten, die sich überwiegend bei einem Segment aufhalten oder zu den Allroundern, die (fast) nichts Strickbares auslassen? Wie begründest du deine Entscheidung?
Wollschaf
Ich bin dann wohl ein “Allrounder”, ich habe schon alles Mögliche gestrickt. Eine Zeitlang vornehmlich Socken, jetzt eher Kleidungsstücke. Tücher - hm, Schals schon, ein Tuch ist zwar schon öfter mal angefangen, aber nie wirklich beendet worden, was aber durchaus noch Ziel ist.
Wenn ich mich so durch die Blogs klicke, fällt mir auf, dass ich nicht überall gleich gerne lese- was nicht am Inhalt liegt. Darum meine Frage: Wie ist ein Blog, den (oder das?)du gerne liest? Viele Smilies oder wenige? Schriftgröße? Textlänge? Bilder? Hintergrundfarbe? (etc. und natürlich auch Inhalt)
Ich besuche gern schöne, harmonische Seiten. Blinkende Seiten, die farblich in sich nicht stimmig sind, sind nicht so mein Ding. Bei Strickblogs reicht es mir vollkommen, etwas über zu strickende und fertiggestellte Dinge zu lesen. Schöne Fotos finde ich toll. »Dieses Blog wäre ein Beispiel.
Wie bist Du zum Bloggen, bzw. Bloglesen gekommen? Wie wurdest Du darauf aufmerksam? Kannst Du Dich noch erinnern welches Webtagebuch das erste war, das Du bewußt wahrgenommen hast? [»Wollschaf]
Das erste Webtagebuch war ganz klar »Melodys. Ich selbst schreibe seit dem 1.8.1999 ebenfalls. Seit November 2002 gibt es das Strickblog, Vorbild war eindeutig Ingas »Sockhaus.
Wenn du einen Handarbeitsladen eröffnen würdest, was würdest du alles mit ins Sortiment nehmen?
Ich wäre vermutlich gezwungen, Miete und Nebenkosten zu bezahlen. Deshalb würde ich alles ins Sortiment nehmen, das nachgefragt wird. Nur mit ein paar herausgepickten hochpreisigen Designergarnen wird kein Laden existieren können. Ich würde mich vermutlich auch nicht auf Wolle beschränken, sondern eher ein Bastel- und Handarbeitsgeschäft begründen. Aber da ich das Ganze nicht für tragfähig halte in einer Region wie dieser, werde ich so einen Plan nicht in die Tat umsetzen.
Jeder Blog hat einen Namen, wie bist Du auf die Idee gekommen, Deinen Blog so zu nennen? Vielleicht gibt es eine kleine Geschichte dazu?
DAS Blog ;-) und davon abgesehen: als ich mein Strickblog vom Rest trennen wollte, kam mein Mann auf die Idee, es “Stricksucht” zu nennen (keine Ahnung, wieso). Damals war die Domain strickblog.de noch von jemand anderem belegt. Da sich dort aber länger nichts tat habe ich täglich geschaut, ob die Domain frei wird und sie mir dann reserviert. Mein Strickblog heißt also Strickblog. Unter Stricksucht finden sich meine Projekte.
Wieviel % Eurer Modelle fallen unter:
- Stricken um des Strickens Willen
100%!
Ich stricke nur, weil es mir Spaß macht. Allerdings schmeiße ich das Produkt ja nicht weg, also:
- Stricken, weil Du das selbst brauchst
60%
Das meiste stricke ich wohl für mich selbst.
- Stricken, weil dir jemand einen Auftrag gibt
30%
Ich jobbe nebenher als Auftragsstrickerin.
- Stricken, weil ein Geschenk benötigt wird
10%
Allerdings nur auf Wunsch :-)
- Stricken für einen guten Zweck?
0%
Frühchensocken sind mir zu friemelig, und Pinguinpullover… ich weiß nicht.
Nehmen wir an es gäbe einen deutschen Webshop, der ausschließlich Strick- und andere Handarbeitszeitschriften aus aller Welt als Einzelexemplare und nicht (nur) als Abo, verkauft. Und zwar für - sagen wir mal - maximal 2 EUR mehr als der in Euro umgerechnete Originalpreis wäre. Welche Zeitschriften - egal woher, auch wenn sie in Deutschland nicht geführt werden - würdet ihr dort gerne kaufen können und warum gerade diese?
2 Euro über dem Normalpreis wäre mir zu viel, da ich viele internationale Strickmagazine sowieso schon sehr teuer finde. Momentan halte ich es schon so: wenn mir ein Strickstück in einem Blog gefällt, besorge ich mir z.B. bei Ebay das Heft dazu. Einfach nur so kaufen finde ich zu teuer. Allerdings habe ich zurzeit IWK und Rowan im Abo, mal sehen, wie das läuft. 100% überzeugt davon bin ich nicht. Zu viele Anleitung, zu viel Wolle, irgendwann wird mich das alles höllisch nerven. Aber die Frage war ja anders. Interessant fänd ich japanische Magazine, mal zum Blättern. Ansonsten gibt es ja auch online schon sehr viele “freie” Anleitungen, da fehlt mir im Grunde nichts.
Was hat sich an eurem Strickverhalten geändert, seit ihr Strickblogs lest oder selber einen schreibt? Welche zusätzlichen Erfahrungen habt ihr gemacht? [»Wollschaf]
Ich habe jede Menge Dinge gelernt, z.B. Verzopfen ohne Zopfnadel oder Matratzenstich, vorher habe ich einfach im Stile meiner Oma gestrickt, die es mir gezeigt hatte, jetzt kenne ich etliche zusätzliche Techniken. Ich habe mir außerdem neue Quellen für Wolle und Nadeln erschlossen und habe etliche Dinge anderswo gesehen, die ich nachgearbeitet habe, z.B. die berühmten Häkelbeutel. Nicht zuletzt habe ich liebe Menschen durch das Hobby kombiniert mit dem Stricken kennengelernt, die ich ohne ihre Blogs vermutlich nicht getroffen hätte. Ich schreibe seit dem 9. Dezember 2002 selbst Strickblog. Inspiriert zum Wiederaufnehmen meines Hobbys wurde ich ganz eindeutig vom »Kleinen Sockhaus.
Am 9. Juni findet wieder der “world wide knit in public day” statt, also sozusagen der internationale Tag des Strickens, an dem sich StrickerInnen an einem öffentlichen Ort treffen, um gemeinsam ihrem Hobby zu fröhnen. Wie findet ihr die Idee? Würdet ihr selbst gern bei einem Treffen in eurer Nähe dabei sein oder sogar selbst eins organisieren wollen?
Ich finde die Idee sehr gut. Es gibt ja schon hier in der Nähe den »Maschentreff. Und auch sonst setze ich mich oft in die Öffentlichkeit und stricke. Ein spezieller Tag dafür ist auch fein. Aber das organisierte Treffen ist an sich nicht so mein Ding.
Wie viele Off Topics (nicht zum Thema Handarbeiten gehörende Themen) akzeptiert ihr beim Bloglesen oder gefällt euch das überhaupt nicht?
Ist mir ehrlich gesagt völlig egal. So lange ich es lesen mag, lese ich es, sonst nicht.
Was macht ihr mit einem Knoten, der im Knäuel auftaucht? Verstrickt ihr den so, dass er auf der Nicht-Sichtbaren-Seite des Strickstücks verschwindet oder wird der rausgeschnitten und die Fäden vernäht?
Ich verstricke ihn nicht einfach so, ich schneide ihn heraus, und das grundsätzlich am Beginn bzw. Ende einer Reihe, sodass ich einen neuen Faden ansetzen kann und die Fäden später am Rand vernäht werden können. Gerade bei Baumwolle sieht man das Vernähen meist sehr deutlich im Maschenbild. Einzig bei Socken bleibt ja nichts anderes übrig, da wickle ich nach einem herausgeschnittenen Knoten ggf. den Rapport wieder an die richtige Stelle und vernähe den Faden dann diagonal in den Querrippen der linken Maschen. Das habe ich irgendwann mal bei »Alison gesehen und für mich adaptiert.
Stellt Euch mal vor, es gäbe bei Euch im Ort ein Kreativhaus - das meistens geöffnet hat, in dem alle möglichen Handarbeitsgerätschaften stehen (Nähmaschinen, Spinnräder, Webstühle, Stricknadeln,....), evtl. Material, etc., in dem ab und zu Kurse zu verschiedenen Techniken gehalten werden, ansonsten ist freies Arbeiten und Treffen und Austausch möglich.
1. Würdet Ihr so ein Kreativhaus nützen und tatsächlich hingehen? Oder seid Ihr die Daheim-allein-vor-sich-hin-Arbeiter?
Ich würde wohl eher nicht hingehen. Man trifft da oft, »Angela nannte sie treffend den Typ “Angestrengte Kreativ-Zicke”. Vermutlich würde man sich z.B. an ein Spinnrad setzen, um es zu probieren und hätte direkt einen Schwarm Klugscheißer um einen herum ;-) Das ist nicht meine Sache, da bin ich lieber irgendwo nett mit Freunden unterwegs oder werkle allein. Ich hätte auch Bedenken, dass die Geräte schnell hinüber sind, die meisten Leute gehen ja mit kostenlos zur Verfügung gestellten fremden Dingen sehr achtlos um.
2. Wenn Ihr Euch wünschen könntet, wie und mit was es eingerichtet ist - wovon träumt Ihr dann?
Schön fänd ich ein Kreativ-Café, rauchfrei, lässig eingerichtet, mit Büchern und Wolle und Kaffee und Kuchen und natürlich nur netten Leuten, die dort locker abhängen. Genial wäre eine Kinderbetreuung.
3. Und was für Kurse möchtet Ihr dort mal gern belegen?
Keinen, dazu fehlt mir die Zeit bzw. die Kinderbetreuung. Wäre eine vorhanden, könnte ich mir einen Nähkurs vorstellen, um z.B. mal zu erfahren, wie man in die meine einen Faden einzieht und danach einen Reißverschluss in eine Strickjacke näht o.ä.
Ganz oft muss ich bei der Hausarbeit ans Stricken denken. Ich lasse dann schon mal Fünfe gerade sein und setze mich aufs Sofa zum Stricken. Kommt das bei Euch vor? Oder ist Euch Eure Hausarbeit wichtiger?
Es kommt ganz drauf an, wie es mir geht, wie das Haus aussieht, ob mir jemand helfen kann, ob die Sonne draußen scheint, ob ich nur mal eben zehn Minuten rasten kann und ob es etwas Dringendes ist, das auf den Nadeln ruht. Normalerweise erledige ich erst die wichtigen Dinge im Haushalt und gehe erst dann meinen Hobbys nach.
Gewährst Du mir einen Blick in Deinen Strickkorb? Was befindet sich darin?
Ich habe keinen Strickkorb, meine verschiedenen angefangenen Projekte verteilen sich im ganzen Haus. Als da derzeit wären:
- Restedecke “dreifach”
- Restedecke “Fische”
- Resteschal
- Jaywalkers
- Babyschuhe
- “Frosch-Jacke”
- Kauni-Cozy
- Poncho
- Pettinato
Derzeit stricke ich relativ parallel an den obersten fünf Projekten herum, wegen der “Sockenwollwochen”. Der Rest liegt schlafend herum.